Anfängertipps zur Sicherheit beim Bogenschiessen

Anfängertipps zur Sicherheit beim Bogenschiessen

Beim Bogenschiessen passieren erstaunlich wenig Unfälle. Bogenschiessen ist wahrscheinlich sicherer als Joggen oder Fitnesstraining im Sportstudio. Sicherheits-Tipps wirken für Anfänger manchmal übertrieben – aber Unfälle passieren meist dann, wenn verschiedene Dinge zusammen kommen.

Beim Bogenschiessen besteht eine theoretische Gefahr für die Schützen und für unbeteiligte Personen. In der Praxis kann diese Gefahr aber allein durch das Einhalten von ein paar einfachen Regeln und dem Befolgen einer Sicherheits-Prozedur vor dem Schuss, komplett gebannt werden.

 


Sicherheit beim Bogenschiessen:
Menschen und Tiere

 

Sicherheits-Tipp No. 1:
Pfeil und Bogen sind kein Spielzeug

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Schön, aber kein Spielzeug

Pfeil und Bogen gehören nicht unbeaufsichtigt in die Hände von Kindern oder von unverantwortlichen Laien. Lass niemanden, der sich nicht auskennt, alleine mit deiner Ausrüstung „spielen“ oder experimentieren.

Selbst ein leichter Bogen mit nur 20 bis 30 Pfund Zuggewicht und stumpfen Scheibenpfeilen macht tiefe Löcher. Deshalb gilt:

Gib Pfeil und Bogen nicht leichtfertig aus der Hand!

 


Sicherheits-Tipp No. 2:
Ruhe, Aufmerksamkeit und Konzentration

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Ruhe und Aufmerksamkeit sorgen für Sicherheit

Hektik und Bogenschiessen passen nicht gut zusammen. Wenn man einen Bogen in die Hand nimmt, sei es nur um paar Pfeile zu schiessen, macht man das am Besten nicht einfach „nebenbei“.

Ruhe, Aufmerksamkeit und Konzentration sind erstens ein Garant für gute Treffer und zweitens für die Sicherheit. Für die eigene und die der Anderen.

Hektik, Ablenkung, Unruhe, Müdigkeit aber auch Alkohol, Drogen haben beim Bogenschiessen nichts verloren!

 


Sicherheits-Tipp No. 3:
Keine Personen oder Tiere vor oder hinter dem Ziel

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lustig, aber gefährlich

Das ist die wichtigste Sicherheitsregel. Diese Regel ist so nahe liegend und doch wird sie immer wieder von Anfängern missachtet, meist allerdings ohne böse Absicht. Also:

Es wird nur in Richtung des Zieles gezielt, gezogen und geschossen und nur dann, wenn die Schussbahn komplett frei ist!

Das gilt ohne Kompromisse. Bei der Wahl der Schussbahn, muss man auch darauf achten, das keine Tiere oder Menschen unvorhergesehen in die Schussbahn hinein laufen können. Unbeteiligte, Kinder und Haustiere können die Gefahr nicht richtig einschätzen.

Es ist vor jedem Schuss die Aufgabe des Schützen, die Schussbahn zu kontrollieren und damit für die Sicherheit zu sorgen.

Natürlich wird auch nie „zum Spass“ mit dem Bogen auf Tiere oder Personen gezielt. Solche dummen Scherzen können, oft durch die Verkettung von unglücklichen Umständen, ernste Folgen haben. Personen, die sich nicht an diese Regel halten, sollten aufs Schärfste zur Ordnung gerufen werden.

 


Sicherheits-Tipp No. 4:
Vorsicht bei ballistischen Schüssen

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Ballistisches Schiessen: Weite Schüsse sind technisch kein Problem

Die Versuchung, die maximale Reichweite von Pfeil und Bogen auszuprobieren ist groß. Es spricht auch nichts gegen ballistisches Schiessen, wenn man ein paar Sicherheitsregeln beachtet.

Die Reichweite eines Pfeil ist erstaunlich. Wenn man den Pfeil nicht waagerecht, sondern in einem Winkel in die Luft schießt, lassen sich selbst einem schwächeren Bogen sehr weite Schüsse realisieren.

Dem Pfeilflug zu zuschauen macht Spass,  aber Anfänger unterschätzen oft die Distanz, die ein Pfeil dabei zurücklegen kann.

Schüsse in die Luft werden gefährlich, wenn man nicht einschätzen kann, wo der Pfeil landen wird. In dichter Vegetation geht erstens der Pfeil so gut wie immer verloren, aber viel schlimmer ist, dass kann man nicht sehen, ob sich Menschen oder Tiere im Zielgebiet aufhalten.

Ein vom Himmel fallender Pfeil, hat immer noch genügend Energie um Schaden anzurichten. Deshalb gilt:

Ballistische Schüsse nur auf freiem Feld mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu nicht einsehbaren oder riskanten Bereichen!

Manchmal passieren solche ballistischen Schüsse auch aus Versehen beim Training. Deshalb muss ein Pfeilfang immer hoch genug sein, das der Pfeil in keinem Fall das überblickbare Gebiet verlassen kann.

 


Sicherheits-Tipp No. 5:
Achte auf deine Mit-Schützen

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Achte auch auf deinen Nebenmann

Anfänger sind oft unsicher und machen unabsichtlich Fehler, die ein Sicherheits-Risiko darstellen können. Das ist ganz normal.

Achte deshalb auch auf deinen Nebenmann, oder den Schützen der vor oder nach dir schiesst. Achte immer auf die Anderen, wenn du in einer Gruppe schiesst.

Übernimm Verantwortung und mach andere Personen sofort auf mögliche Risiken aufmerksam. Melde deinen Mit-Schützen, wenn ein Mensch oder ein Tier droht, in die Reichweite der Schüsse zu kommen. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.

Verantwortung, Hilfsbereitschaft und Kollegialität gehören zum Bogenschiessen!

 


 

Sicherheit beim Bogenschiessen:
die Ausrüstung

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Jedesmal, bevor du mit Pfeil und Bogen schiesst, solltest du deine Ausrüstung optisch und haptisch auf Schäden kontrollieren. Dieser Sicherheits-Check sollte ein festes Ritual zu Beginn jedes Trainings, 3D-Parcour-Besuches oder Wettkampfes sein. Es dauert nicht lange und wird dir schnell in Fleisch und Blut übergehen.

 


Sicherheits-Tipp No. 6:
Den Bogen kontrollieren

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Ein extremes Beispiel für Gelöste Laminate an den Bogen-Tips

Gibt es Absplitterungen, Risse und gelöste Laminate?

Zuerst sollte man die Wurfarme des Bogens auf Schäden überprüfen. Beim Blank- und Primitivbogen, die aus einem Stück bestehen, natürlich auch den ganzen Bogen. Man sucht nach Absplitterungen, Spänen, Rissen oder gelösten Laminaten.

Auch die Bogen-Enden, also die Bereiche der Kerben, wo die Sehne eingehängt wird, sollten kurz mit den Händen und den Augen kontrolliert werden. Die Enden eines Bogens sind recht filigran und damit empfindlich. Wenn der Bogen einmal unsanft behandelt wird, können hier schnell unbemerkt Schäden entstehen.

Findet man einen Schaden, fällt der Bogen aus Sicherheitsgründen erst einmal für das Schiessen aus. Am Besten wendet man sich dann an einen erfahrenen Kollegen oder gleich direkt an einen Fachmann. Schäden an einem Bogen lassen sich von einem Laien nicht „mal eben so“ sicher reparieren. Das Risiko ist zu groß .

 

Bogen-Online-Anfaenger-Tipps-Sicherheit-Wurfarme-Fest
Auch geschraubte Wurfarme hin und wieder überprüfen

Sind die Wurfarme fest?

Bei einem Takedown-Bogen, der aus einem Griffstück besteht und den beiden Wurfarmen besteht, sollte man immer den festen Sitz der Arme überprüfen.

Es gibt Steck und Schraubsysteme um die Wurfame am Bogen zu befestigen. Manche Stecksysteme sind anfälliger für Fehler als Systeme mit Befestigungsschrauben.

Auch wenn der Bogen zusammengeschraubt transportiert wird, sollte man die Festigkeit der Schrauben checken. Bei einteiligen Bogentypen entfällt dieser Schritt natürlich.

 

Ist der Bogen richtig aufgespannt?

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Ist der Bogen richtig ausgespannt?

Einen Bogen sicher aufzuspannen, ist ein Thema für sich, das wir in einem eigenen Artikel behandeln werden. Es gibt nämlich einige Methoden um einen Bogen zu spannen und nicht jede Methode passt zu jedem Bogen-Typ.

Im Sinne der Sicherheit, sind beim Aufspannen des Bogens zwei wichtige Dinge zu beachten:

  1. Die Wurfarme beim Spannen nicht verdrehen!
    Das passiert leicht bei Bögen mit starken Recurves, wie zum Beispiel bei historischen Reiterbögen.
  2. Den Sitz der Sehne zur kontrollieren!
    Die Sehne muss sicher und parallel an beiden Tips in den Kerben sitzen und die Sehne muss in der Mitte des Bogens liegen. Mit einem Blick auf die Bogenenden und über die Sehne ist das leicht und schnell überprüft.

 


Sicherheits-Tipp No. 7:
Die Sehne kontrollieren

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Abgegnutzte Sehnen: wechseln!

Auch die Sehne selbst zu kontrollieren, gehört zum Sicherheits-Ritual. Sehnen verschleißen. Dank der modernen Materialen, dauert das allerdings recht lange. Es ist also äußerst unwarscheinlich, das eine moderne Bogensehne einfach so reißt.

Bogensehnen aus den heutigen Materialen sind überdimensioniert. Trotzdem sollte man den Zustand der Bogensehne regelmäßig kontrollieren und die Sehne mit Sehnenwachs pflegen.

Ausgefranste und ausgebleichte Sehnen deuten auf Verschleiss hin. Oft machen sich auch Lücken an der Umwickelung der Sehnenohren bemerkbar. Die Sehne wird dann nicht mehr richtig geschützt und kann an den Kerben der Bogen-Tips aufreiben.

Meist kann man eine verschleißende Sehne mit Hilfe von reichlich Sehnenwachs noch eine Weile sicher schiessen. Aber spätestens wenn einzelne Stränge gerissen sind, ist aus Sicherheitsgründen Schluss. Manchmal beschädigt man die Sehne auch, wenn man an scharfen oder rauhen Kanten, z.B. an Mauerwerk, Felsen oder Baumrinde, hängenbleibt. Auch hier gilt:

Bei sichtbaren Schäden, Verschleiß und Alter: Bogensehne wechseln!

 


Sicherheits-Tipp No. 8:
Holzbögen zuerst „warm“ machen

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Sicher ist sicher: Vollholzbögen lieber „warm“ machen

Schießt man einen Vollholzbogen, macht es Sinn, den Bogen erst langsam „warm“ zu machen, bevor man ihn mit vollem Auszug schiesst. Besonders bei Temperaturen unter Null ist das notwendig: ein kalter Holzbogen verliert seine Flexibilität.

Natürlich ist die Stärke des Effektes abhängig von der Restfeuchte und dem verwendeten Holz. Viele Schützen machen ihre Holzbögen prinzipiell vor jedem Gebrauch warm. Da das nicht schadet, sollte man sich diese Prozedur als Primitiv-Bogen-Schütze angewöhnen.

Um den Bogen „warm“  zu machen, nimmt man den vorsichtig aufgespannten Bogen und zieht die Sehne langsam, bis zu ca. einem Viertel des Vollauszuges, zurück und führt sie gleich wieder in die Ausgangsposition. Nach ein paar Auszügen vergrößert man den Auszug Schritt für Schritt. Dabei muß man konzentriert vorgehen, um keinen Leerschuss, durch Unachtsamkeit zu produzieren.

Nach 10 bis 15 Wiederholungen ist der Bogen „warm“. Bei kalter Witterung, kann man den Bogen zusätzlich mit einem Tuch warm reiben. Bei extrem tiefen Temperaturen sollte man auf das Schießen mit dem Vollholzbogen lieber verzichten.

Der praktische Nebeneffekt der Prozedur: Man wärmt sich gleichzeitig selbst für das Schiessen auf. 

 


Sicherheits-Tipp No. 9:
Keine Leerschüsse!

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Der Leerschuss: Hauptursache für kaputte Bögen

Ein Leerschuss ist ein Schuss ohne Pfeil: Der Bogen wird ausgezogen und die Sehne losgelassen, ohne das sie die Energie auf den Pfeil übertragen kann. Oft passiert ein Leerschuss bei „Trocken-Übungen“ oder dem „Ausprobieren“ eines Bogens durch Anfänger. Ein Leerschuss zerstört oft den Bogen. Das betrifft jede Art von Bogen, egal ob Langbogen, Compound oder Armbrust, egal aus welchem Material, ob aus Holz oder aus Fiberglas. Moderne Materialen können zwar manchmal mehr „wegstecken“

Schnellt die Sehne beim Leerschuss zurück, ohne dass die Energie auf den Pfeil übertragen zu können, geht die Energie zurück in den Bogen, genauer in die Wurfarme. Die Wurfame sind nicht dafür ausgelegt diese Energie aufzunehmen. Sie können splittern oder die Laminate können sich voneinander lösen. Der Bogen wird unbrauchbar.

Manchmal wird der Bogen auch komplett zerstört. Splitter und Teile (Besonders beim Compound-Bogen) können herum fliegen und den Schützen und umherstehende Personen verletzen.

Je stärker der Bogen, desto wahrscheinlicher ist ein schwerer Schaden durch den Leerschuss!

Auch wenn ein Bogen nach einem Leerschuss keine oberflächlich wahrnehmbaren Schäden aufweist, sollte man vorsichtig sein. Besser ist es im Zweifelsfall seinen Händler oder Bogner aufsuchen. Manches Mal bemerkt den Schaden nicht auf den ersten Blick: Haarrisse sind nicht leicht zu sehen. Die Wahrscheinlichkeit, das der Bogen bricht, ist selbst bei kleinen Frakturen stark erhöht. Ein unerwartet brechender Bogen ist ein äußerst unangenehmes Erlebnis und sollte im Sinne der Sicherheit präventiv vermieden werden.

Auch wegen der Gefahr eines Leerschusses, solltest du, wie bereits weiter oben beschrieben, deinen Bogen niemals einem Laien unbeaufsichtigt oder ohne Einweisung in die Hand geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Laie, ganz ohne böse Absicht, deinen Bogen leer auszieht und loslässt, ist sehr hoch.

 


Sicherheits-Tipp No. 10:
Den Pfeil kontrollieren

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Pfeile – schön aber, Verbrauchsmaterial

Kaputte Pfeile sind ein Risiko

Pfeile sind trotz oft Ästhetik und Preis Verbrauchsmaterial. Pfeile gehen kaputt. Sie brechen, reißen, splittern und verlieren Spitzen, Federn oder Nocken. Das ist ganz normal. Fehlschüsse treffen auf Holz oder Stein und oft trifft auch ein Pfeil einen anderen, der bereits im Ziel steckt. Ein schadhafter Pfeil kann für den Schützen, seinen Bogen und umherstehende Personen zur Gefahr werden.

Einen Bruch, direkt unterhalb der Pfeil-Spitze oder einen Riss im Schaft, bemerkt man oft nicht gleich. Bevor der Pfeil, nach dem Herausziehen aus dem Ziel, also wieder im Köcher landet, sollte er immer optisch und und mit den Fingern auf Schäden untersucht werden. Auch vor dem Schuss macht es Sinn den Pfeil einmal kurz durch die Hände gleiten zu lassen und ganz kurz zu inspizieren. Besonders Risse, Brüche und schadhafte Nocken sind ein Risiko für den Schützen, den Bogen und umherstehende.

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Abgenutzt, aber im Zweifel noch schiessbar

Pfeile reparieren 

Ist bei einem Holzpfeil der Schaden nur ein Kratzer oder eine Scharte und direkt in der Nähe der Pfeilspitze, dann kann man den Pfeil unter Umständen noch gebrauchen. Aber nur, wenn die Stabilität des Pfeiles gewährleistet ist und der Schaden keinen Kontakt mit der Hand, dem Bogen oder der Pfeilauflage hat. Sonst ist das Verletzungsrisiko zu hoch.

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Auch moderne Pfeil-Materialen gehen kaputt. Hier: Karbon.

Pfeile aussortieren

Im Zweifelsfall sollte man einen schadhaften Pfeil lieber aussortieren. Achtung: steckt man einen schadhaften Pfeil unmarkiert wieder zurück in den Köcher, hat man ihn mit Garantie beim nächsten Schuss wieder unbemerkt in der Hand. Deshalb:

Lieber den kaputten Pfeil durchbrechen und in zwei Teilen im Köcher verstauen!

Holzpfeile lassen sich manchmal reparieren. Schadhafte Pfeile aus Aluminium, Fiberglas oder Karbonfaser sollte man prinzipiell aussortieren – Außer man weiß genau was man tut.

 


Sicherheits-Tipp No. 11:
Richtig Einnocken

Bogen-Online-Anfaenger-Tipps-Sicherheit-Einnocken
Pfeile richtig Einnocken: so lieber nicht…

-folgt-

 

 

 

 

 


Sicherheits-Tipp No. 12:
Pfeile ziehen und holen

Bogen-Online-Anfaenger-Tipps-Sicherheit-Pfeile-Ziehen-Holen
Pfeile ziehen: auch hier gilt Aufmerksamkeit!

Einfach in Richtung Ziel loszulaufen, nach dem der Köcher leergeschoßen ist, passiert besonders Anfängern. Oft übersehen Anfänger dabei andere Schützen, die möglicherweise noch schießen.

Schießt man zu mehreren, warten deshalb alle Schützen solange, bis der letzte Schütze fertig ist. Erst dann wird die Schussbahn, nachdem am sich versichert hat, das alle fertig sind, gemeinsam betreten und die Pfeile vom Ziel wiedergeholt. Das Gilt auf dem Parcour, in der Halle, im Garten, auf dem Dachboden oder im Wohnzimmer. Es gilt immer.

Erst umsehen und fragen, dann loslaufen!

Beim Ziehen der Pfeile aus dem Ziel, sollte man auch darauf achten, das niemand direkt hinter einem steht. Die häufigsten Unfälle beim Bogenschiessen passieren beim Ziehen der Pfeile aus der Scheibe:  Zieht man den Pfeil schwungvoll aus dem Ziel, kann es passieren, das man mit der Nocke jemanden trifft, der hinter einem steht. Schlimmstenfalls ins Auge. Auch beim Pfeil-Ziehen gilt: Keine Hektik, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme auf die Anderen.

 


Fazit:

Bogenschiessen eine sicherere Sache. Mit diesen Regeln, mit Aufmerksamkeit und  Kollegialität und natürlich mit gesundem Menschenverstand, hat man die größten Risiken, die von Pfeil und Bogen ausgehen können, schnell im Griff.

 

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